Störche in Gerstungen

Die Storchenkamera von Gerstungen befindet sich am Kirchturm der Katharinenkirche mit Blick auf das Nest am Schlossgiebel. 

Seit uralten Zeiten hat der Storch für die Gerstunger Bevölkerung eine besondere Bedeutung, denn nachweislich siedelte er bereits vor 400 Jahren in Gerstungen. So belegen es Aufzeichnungen in Kirchenbüchern aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Mit der Rodung des ehemaligen „Forstes“ (ein Laubwald in der Werra-Aue) wurde im 16. Jahrhundert ein idealer Lebensraum für Adebar geschaffen, denn er liebt offene und weite Wiesen.

In Gerstungen gibt es einen Natur- und Umweltschutzverein, der seit Beginn der politischen Wende 1990 wesentlich zum Schutz des Weißstorches beigetragen hat. So gab es Projekte zur Schaffung von Feuchtwiesen und –biotopen, als auch Aktionen zur Sanierung des Nestes. Die Gerstunger identifizieren sich seit jeher mit ihrem Weißstorch. So ist er als Wappentier unserer Gemeinde auf Fahnen, Siegeln und Briefbögen, als auch in Logos von Vereinen und Institutionen wiederzufinden. Außerdem schmückt er als elegante Figur den Storchenbrunnen auf dem Marktplatz.

Der Blick aus der obersten Stelle des Kirchturms liefert vielleicht keinen optimalen Einblick in das Nestinnere, zur Beobachtung der Alt- und Jungtiere ist der Standort jedoch sehr gut geeignet. Die mit der Storchencam aufgenommenen Bilder können auch für Schulprojekte genutzt werden und so die Bindung der Kinder an ihren Heimatort mit dem bunten Wappenvogel verstärken.

                                                                                  

 

Noch etwas für Wanderfreunde:

"Die Freiheit der Störche"

heißt ein Thüringer Rundwanderweg. Auf dieser Tour können Sie die Störche und viele andere Wasservögel bestaunen. Als bewaldete Feuchtgebiete ist die Werra-Aue ein bedeutendes Rast- und Nahrungsgebiet für durchziehende Wasser-, Wat- und Wiesenvögel und bietet darüber hinaus vielen weiteren Vogelarten einen idealen Lebensraum. Natürlich eignen sich die Schutzgebiete damit hervorragend zur ausgiebigen Vogelbeobachtung.

Besonders Meister Adebar und seine Familie kann hier ausgiebig beobachtet werden. Sie kommen im Frühling, bleiben den Sommer lang und ziehen erst, wenn der Herbst immer kühler wird, weiter.

Hier gelangen Sie zur Tour FREIHEIT DER STÖRCHE