Wiederholte Beschädigung frischer Anpflanzungen der Gemeinde

In den vergangenen Tagen sind durch die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Gerstungen mit viel Mühe und Geschick an einem Hochbehälter in der Gemarkung Eckardtshausen circa 100 Wildkirschen (Prunus avium) angepflanzt worden. Auf diese Baumart wird gerne an offenen Wiesen und Waldrändern zurückgegriffen, da Sie nicht nur in Ihrer herrlichen Blüte im April ein hervorragendes Bild abgibt, sondern auch im Sommer begehrte Früchte liefert und im Herbst eine feurig rote Blattfarbe zeigt.

Hinsichtlich der Ansprüche an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist die Vogelkirsche sehr genügsam. Sie kann sogar als Pionierbaum auf Schuttflächen wachsen. Wegen ihrer Hitze- und Trockenheitstoleranz kann sie tendenziell auch vom Klimawandel eher profitieren, weil sie anderen Baumarten gegenüber robuster ist.
In der Krone einer freistehenden, ausgewachsenen Vogelkirsche können sich bis zu einer Million Blüten befinden. Im zeitigen Frühjahr sind sie für Bienen, Hummeln und andere Insekten eine der wichtigsten Nektarquellen, weshalb Imker die Kirschblüte sehr schätzen.
Quelle: NABU

Leider wissen das nicht alle zu schätzen. Zum wiederholten Male sind größere Anpflanzungen in der Gemeinde mutwillig zerstört worden. Etwa ein Drittel der jungen Pflanzen am Hochbehälter in Eckardtshausen wurde abgeschlagen oder auch abgeschnitten.

Wer Hinweise zu diesem Sachverhalt geben kann, meldet sich bitte bei der Gemeinde Gerstungen. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt!